Was bedeutet eigentlich Feng Shui?

Erfahre mehr über die Hintergründe der asiatischen Harmonielehre! Die chinesische Übersetzung des Wortes Feng Shui bedeutet „Wind Wasser“. Beide Begriffe beschreiben in der chinesischen Tradition Kräfte in der Natur, die elementar sind und großen Einfluss auf das Qi haben.

Das Qi spielt eine zentrale Rolle in der chinesischen Weltanschauung. Die Traditionelle Chinesische Medizin, mit Akupunktur und Ernährungslehre arbeiten mit diesem Konzept. Im chinesischen Schriftzeichen findet es seinen prägenden Ausdruck: das Bild für Qi stellt den aufsteigenden Wasserdampf über einer Reispflanze dar und beschreibt damit Qi sowohl als materielles als auch als feinstoffliches Element.

In der Landschaft (chinesisch san shui übersetzt Berg Wasser) wirkt nach der chinesischen Vorstellung das Kraftfeld von Yin und Yang. Wie bewegt sich das Qi in der Natur? Eine alte Textstelle beschreibt es so: „Wind zerstreut es, Wasser sammelt es.“ Durch aktive Bewegung und Sammlung dieser Kraft entsteht eine Dynamik, die mit den Methoden des Feng Shui beobachtet und untersucht wird.

Was zeichnet hervorragende Plätze in der Natur aus? Wie können sie erkannt und nutzbar gemacht werden? Das haben sich die alten Chinesen gefragt, als sie nach den besten Plätzen für die Grabstelle ihrer Vorfahren oder ihrer Siedlungen suchten.

Die Methoden des Feng Shui haben sich so vor über 3000 Jahren in China entwickelt. Jeder Standort, jede Wohnung, jedes Haus steht nach dieser Vorstellung aufgespannt in dem Wirkungsfeld von Himmel und Erde, zwischen Yin und Yang und zwischen aufsteigendem und absinkendem Qi. Auch wir Menschen stehen zwischen diesen beiden Entitäten. Wollen wir in der Welt und in der Landschaft leben und wirken, dann müssen wir uns nach dem Grundkonzept der chinesischen Ontologie in Harmonie mit diesen beiden Kräften bringen.

Feng Shui versucht den Fluss und die Sammlung von Qi zu verbinden, zu lenken und in Harmonie zu bringen. Ausgangspunkt der Feng Shui Maßnahme ist immer ihr persönlicher Mikrokosmos: das Wohnumfeld.

Feng Shui ist ein offenes und weitverzweigtes System, mit vielen verschiedenen Methoden. Grundsätzlich werden zwei verschiedene Hauptstränge unterschieden: die Form- und die Kompassschule. Arbeitet erst genannte mit den festen, materiellen und wahrnehmbaren Umgebungseinflüssen (Topographie, Architektur, Form, Raum, Licht, Farbe, Möblierung etc.), analysiert die zweite die Wirkungsweise des Qi, die aufgrund von zeitlichen Abläufen, Ausrichtung des Hauses und des Menschen auf die Wohnung und die Umgebung einwirkt. Beispiele hierfür sind die acht Trigramme (Ba Gua), die acht Platzierungen (Ba Zhai), Fei Tien (Fliegende Sterne) und das Bazi Suanming (Chinesisches Horoskop). Eine klassische Feng Shui Raumanalyse arbeitet immer mit beiden Schulen und verschiedenen Methoden.

Der Mittelpunkt einer Feng Shui Betrachtung ist immer der Mensch im Raum. Auf Grundlage seiner Wohnung und seiner ganz spezifischen und individuellen Bedürfnisse entsteht ein komplexes Feld von Anforderungen, Ausdrucksformen und Potentialen. Die Analyse beschreibt und untersucht dieses Potential. Durch gezielte Maßnahmen werden hier die Kräfte ausgeglichen, harmonisiert und gestärkt.

„Feng Shui bedeutet zur richtigen Zeit, am richtigen Ort das Richtige zu tun.“ (Howard Choy, Feng Shui Architekt)

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Julia Reich

 

 

Foto: Adobe Stock / leszekglasner

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